Wie bereits in den Prinzipien des Continuity Managements ausgeführt, sind die an einem Geschäftsprozess partizipierenden Ressourcen ausfallsgefährdet. Neben der Erfassung von prozessualen Daten sind daher auch jene notwendig, die die erforderlichen Ressourcen beschreiben.
Zusammenfassend kann also behauptet werden, dass die Erfassbarkeit der Daten, die Darstellung der Komplexität und schließlich die Wahrung der Aktualität von Notfallplänen ein entscheidender Faktor für ein funktionierendes Business Continuity Management sind.
Behelfsmäßig eingesetzte Werkzeuge, wie etwa Textverarbeitung und/oder Tabellenkalkulationsprogramme, genügen zwar zum Zeitpunkt der Erfassung. In der Praxis erweisen sich derartige Lösungsansätze als ungenügend und oftmals als trügerisch.
Der Grund liegt in der Wartbarkeit: jede BCM-verantwortliche Person ist verpflichtet, für die Aktualität ihrer BCM-Unterlagen zu sorgen. Dokumente, die mit Behelfswerkzeugen erstellt wurden, unterliegen somit einer massiv zeitaufwändigen Wartung! Schließlich ist laufend zu überprüfen, ob sich an der Ressourcenkonstellation irgendwelche BCM-relevante Änderungen ergeben haben (etwa eine Person wechselt die Abteilung, ein Produktionsmittel/eine Arbeitsplatzausstattung wird abgelöst, ein Teil der Produktion/ein Fachbereich wechselt den Standort, etc.). Es muß also ein ständiger Informationsfluß stattfinden, wenn sich auch nur eine Ressource ändert – unabhängig, ob sie BCM-relevant ist oder nicht, da die informationsauslösende Stelle vielfach nicht beurteilen kann, ob die Information BCM-relevant ist oder nicht.
Weiters besteht die Notwendigkeit der laufenden Überprüfung festgelegter Maßnahmen: Für die einmal erarbeiteten Unterlagen und Pläne ist üblicherweise eine regelmäßige, arbeitsteilige Überprüfung und Aktualisierung unverzichtbar.
Sämtliche erkannte Abweichungen sind in der Folge durchgängig nachzudokumentieren; eine Logistik zur Unterlagenverteilung notwendig. Hier ist sicherzustellen, daß alte Versionen durch aktuelle ersetzt werden. Das rein manuelle Verfahren zur Wahrung der BCM-Aktualität kann also insgesamt als zeit- und damit kostenintensiv bezeichnet werden. Und besonders schmerzhaft ist: es garantiert keine Sicherheit in der Ausnahmesituation!

In EMXCUBE ist weiters berücksichtigt, dass Unternehmen individuelle Standards bezüglich Bezeichnungen, Bewertungen, etc. abbilden müsssen. Daher ist im Datenmodell vorgesehen, daß sämtliche Wertevorräte individuell nach den jeweiligen Unternehmensstandards festgelegt werden können. Seitens EMXCUBE sind hier keine Restriktionen vorhanden – es wäre nahezu absurd, wenn sich die Organisation eines Unternehmens an ein Werkzeug anpassen müsste!